Erläuterungen zu den Ölanalysen

Analyse

Norm

Erklärung/Differenzierung

Aussehen

Hausmethode

dient der Differenzierung, ob klar oder trüb (Wasser), Vermischung, Farbe

Farbe ASTM

ASTM

Normierung der Farbe
Skala 1-8, wobei             
1 = wasserklar
8 = schwarz

Dichte

DIN 51757

Identifikationsmöglichkeit

Viskosität 40/100°C

DIN 51519 ff

Fliessverhalten (zäh-/dünnflüssig)

Viskositätsindex

ASTM D 2270-74

Rechnerische Größe; je höher der VI, desto flacher die Kennlinie auf dem Viskositäts-Temperatur Diagramm, d.h. desto tiefer die Viskosität in der Kälte und/oder desto höher die Viskosität im Hochtemperatureinsatz.
Es muß angemerkt werden, dass die Scherstabilität natürlich auch eine entscheidende Rolle spielt.

ISO VG

DIN 51519

klassiert Hydraulik-/Industrieöl nach Viskositätsstufen (bei 40 °C)

SAE

SAE

klassiert Motoren-/Kfz-Getriebeöle nach Viskositätsstufen (bei- xx und bei 100 °C)

TAN

DIN 51558

Total Acid Number = Säurezahl; zeigt einerseits die Alterung sowie den Additivgehalt (in Verbindung mit IR-Analyse)

Wassergehalt
in %

 

Hier wird der prozentuale Wassergehalt in der Schmierflüssigkeit ermittelt. Im allgemeinen wird ein Wassergehalt bis max. 0,2 % toleriert. Genau genommen ist ein Wassergehalt > 0,1 % auf jeden Fall bedenklich. Die Werte < 0,1 % können im Regelfall immer in Kauf genommen werden. Wasser bewirkt Öloxidation und rosten der Systemkomponenten. Trägt zur Bildung von Wasser  in Öl-Emulsionen bei, welche die Schmiereigenschaften vermindern.

IR

Hausmethode

Identifikation von Grundflüssigkeiten, Bestimmung der Alterung, des Addetivgehalts und der Zusammensetzung

TBN

 

Total Base Number = Basenzahl der Flüssigkeit. Die TBN-Zahl hat seine wichtigste Relevanz bei Motorenölen. Durch die Ermittlung der Höhe der TBN-Zahl und Vergleich mit dem Frischölwert wird der momentane Laugezustand des Schmieröles ermittelt, was maßgeblich über die weitere Verwendbarkeit der Schmierflüssigkeiten entscheidet.

Reinheitsklasse

ISO 4406

Hier wird die Verunreinigung mit den Feststoffen in der Schmierflüssigkeit gemessen. Nach ISO 4406 werden immer 100 ml der zu untersuchenden Flüssigkeit zugrunde gelegt. Die ISO Code-Nr. besteht aus 2 Zahlen und ist wie folgt zu verstehen:
1. Zahl vor dem Schrägstrich steht für die Verunreinigung mit den Partikeln > 5 µm. Die 2. Zahl nach dem Schrägstrich steht für die Verunreinigung mit den Grobpartikeln > 15 µm.

Flammpunkt
i.o.T./°C

DIN 51376

i.o.T. = im offenen Tiegel, Zündpunkt der aufsteigenden Gase einer gleichmäßig erhitzten Flüssigkeit.
Wichtig bei Motorenölen, bei Bio-Hydraulikölen Erkennen der Basisflüssigkeit

Schaumverhalten

DIN 51566

Definierte Menge Luft wird in Prüfflüssigkeit eingeleitet (die genau auf Temperatur gehalten wird).
Massung:  1. wie hoch steigt Schaum (ml)
                  2. Zeit, bis Schaum zerfällt
3 Testläufe (Sequenzen)
S I   keine Differenzierung Erfahrung PANOLIN-Labor
S II  und S III  wichtig

Starkes Schäumen ist meistens mit Irritationen wie z.B. Verschmutzung verbunden.

Abriebelemente

 

Hier werden im ppm Bereich (particle per million) Feststoffanteile in einer Schmierflüssigkeit ausgewiesen. Zu berücksichtigen ist, daß z.B. Zink (Zn) und Kalzium (Ca) in vielen Schmierölen als Additive enthalten sind. Solche Zusätze gelten jedoch als besonders toxisch und sind in den biologisch abbaubaren Ölen normalerweise nicht enthalten. Im übrigen ist es nicht möglich, pauschale Aussagen zu treffen, welche ppm Anzahl in einem Öl in entsprechenden Maschinen toleriert werden kann. Gleichwohl können die entsprechenden Grenzwerte d.h. maximale ppm Anzahl der verschiedenen Metalle vom jeweiligen Gerätehersteller sowohl für Hydraulik als auch für Motorenöle angefragt werden. Einen Leitfaden, woher verschiedene Abriebelemente stammen können, finden Sie unter der Herkunft von Metallen in Schmierölen




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