Wasserkontamination im Öl
Auswirkungen von Wasserkontamination im Öl
Öle sind, bevor sie in Betrieb genommen werden, während des Transports und der Lagerung ständig der Gefahr von Wasserkontamination ausgesetzt. Bei der Öllagerung werden oft Fehler gemacht. Auf den aufrecht stehenden Behältern (insbesondere Fässer), kann sich beim Lagern im Freien oder beim Verladen Wasser auf der Oberfläche ansammeln und dieses wird dann während eines Temperaturwechsels über die Gewinde an den Öffnungen förmlich reingesaugt.
Während des Betriebes gelangt das Wasser durch die Tanköffnungen ins Öl, sowie als Kondensat aus der Luft, als auch über verschlissene Zylinder und Dichtungen. Insgesamt ist Kondensat die häufigste Ursache der Wassereindringung in das Öl während des Betriebes.
Insbesondere in Mobilmaschinen und/oder Anlagen, die sich im Freien befinden, kondensiert Wasserdampf bei jeder Tankabkühlung. In ruhigeren Behältnissen führt das oft zu Rostbildung und weiteren Korrosionsproblemen, insbesondere oberhalb des Ölspiegels. Sobald eine erhöhte Menge an Wasser in das Öl gelangt, beginnen Mikroorganismen mit ihrem Wachstum. Die direkte Folge ist Schlammbildung und Viskositätsveränderung. Die ersten Anzeichen dafür sind unangenehmer Geruch und Farbveränderung (Eintrübung des Öles).
Die meisten Frischöle beinhalten eine geringe Konzentration an Wasser. Die Aufgabe besteht deswegen nicht darin ein absolut wasserfreies Öl zu haben oder zu bekommen, sondern die für das Öl und System schädliche Wassermenge fern zu halten.
Wasserausfilterung durch Microfiltration
Negative Auswirkungen bei Wasserverunreinigung
- Beschleunigt die Alterung des Öles (u.a. Hydrolyse)
- Verschlechtert die Schmiereigenschaften
- Fördert Korrosion und Kavitation
- Verkürzt die Lebensdauer der Dichtungen
- Verschlechtert die Filtrierbarkeit
Bei einem Wassergehalt von >0.05 bzw. 0.1% im Hydrauliköl
Nach NAS 1638-01/1964 (Erweitert um Partikelbereich 2 – 5 µm)
Auswirkungen des Wasseranteils im Öl auf die Lagerstandzeiten
Basierend auf einem Standzeitindex 100 bei einem Wassergehalt von 0.01%, resp. 100 ppm Quelle: << Machine Design >> Juli 86, <<How Dirt and Water affect Bearing Life>> von Timken Bearing Co.

